Ostermarschvorbereitungstreffen 2009
Zur Lage: Kriege im Irak und in Afghanistan und ihre Folgen, Gaza,
Sudan/Darfur, Kongo ... fast 20 Jahre nach dem Ende der
Ost-West-Konfrontation, 63 Jahre nach dem Ende des II. Weltkriegs
gehören Tod und Zerstörung noch immer zum Alltag. Abrüstung und
Frieden(ssicherung) sind in weite Ferne gerückt. - Die atomare Bedrohung
hält an und wird verschärft durch das Nichterneuern der bestehenden
Schutzabkommen sowie neue Rüstungsspiralen.
Die Industriestaaten des Nordens, allen voran die USA, sind in starkem Maße beteiligt:
- als Krieg führende Mächte,
- als Beteiligte an "Friedensmissionen" bei mitverursachten Brandherden,
- als Exporteure von Rüstungsgütern -- die BRD steht an 3. Stelle in der Welt!
- als Geschäftspartner von Warlords und Diktaturen -- (nicht nur) seitens der multinationalen Konzerne
Zum Ostermarsch:
Friedensinitiativen scheinen mehr denn je in die Ecke gedrängt,
aussichtslos, aber Ostermärsche als Aktionsbündnisse für den Frieden
gibt es seit mehr als 50 Jahren in unterschiedlichen Formen, mit
unterschiedlicher Wirkung in der Öffentlichkeit: Wäre die breite Front
der deutschen Bevölkerung gegen eine Beteiligung der BRD am Irakkrieg
ohne die Tradition der Ostermärsche zustande gekommen?
Wir wollen auch diesmal, *- am 11. April (Ostersamstag) -*
- Zusammenhänge von Krieg, Kriegswirtschaft und Profit zum Thema machen,
- Täter nennen (Rüstungsfirmen im Nordwesten),
- Friedenssicherung, zivile Entwicklung, Erhaltung der Umwelt / Schöpfung als alternativen Weg zeigen,
- an der Utopie einer Welt ohne Militär und Krieg festhalten,
- als GegnerInnen von Krieg, Militarismus und Geschäftemacherei öffentlich präsent sein.
Wir versuchen alle Menschen / Gruppen / Organisationen einzubeziehen, die sich in ihren
Zielsetzungen unserem Anliegen verbunden fühlen - so unterschiedlich sie in ihren
Motiven und Schwerpunkten auch sein mögen.
- Dazu schlagen wir ein erstes größeres Vorbereitungstreffen vor für
- Dienstag, den 10. Februar, 20 Uhr, Gaststätte "Bei Beppo",
26121 Oldenburg, Augustst. 57
Einzelheiten aus der 1. und 2. Vorbereitungssitzung:
Als Regeln schlagen wir vor:
Keine Parteipropaganda, keine Reden, keine Fahnen u.ä. von bzw. für bestimmte Parteien,
keine Ausweitung der Thematik auf weitläufigere Zusammenhänge.
Wir wollen versuchen, die verschiedenen in Betracht kommenden "Scenen"
und Altersgruppen (christliche / Kirchen, "Alternative", Linke,
Ältere und Alte, die durch die Erfahrung des 2. Weltkriegs
und / oder der Nachkriegszeit beeinflusst sind, und Jüngere, nicht zuletzt
engagierte Schülergruppen) zum Mitmachen mit eigenen Beiträgen
zu bewegen.
i.A. P. Niebuhr
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